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Der Malawisee

Der Malawisee (früher Njassasee) ist nach dem Viktoria- und Tanganjikasee der drittgrößte See Afrikas. Er bedeckt eine Fläche von nahezu ca. 31.000 km². Der See ist ca. 600 km lang und im Durchschnitt etwa 50 km breit. Der Wasserspiegel liegt 472 Meter über Meereshöhe. Die maximale Tiefe beträgt rund 700 Meter und die durchschnittliche Oberflächentemperatur liegt zwischen 23°C - 28°C, obwohl der Südostwind während der Trockenzeit (Juli bis August) die Oberflächentemperatur in den südlichen Regionen bis auf 20°C drückt. Allerdings kann die Temperatur in geschützten Buchten während der Regenzeit (November bis April) auch auf 30°C steigen.

Er wird von drei Ländern begrenzt: Der westliche und südliche Teil gehören zu Malawi, der nordöstliche Teil zu Tansania und ein großer Teil der Ostküste zu Mosambique. Für den Malawisee gibt es keine akzeptierte Altersangabe, da es keine Altersdatierungen aufgrund von Messungen gibt. Es wird angenommen, dass sich ein erster tiefer See vor ca. 4,5 Millionen Jahren gebildet hat.

Im Jahr 1980 wurde im Südteil des Sees um Monkey Bay eine 88 km2 große Schutzzone, der Malawisee Nationalpark eingerichtet. Dieser Park umfasst einen Teil des Malawisees mit der Halbinsel Khumba und zwölf weitere kleine Inseln. Diese Gebiet wurde 1984 auf die Liste der UNESCO-Welkulturerbe gesetzt.

Die chemische Zusammensetzung des Wassers bleibt über das ganze Jahr relativ konstant. Der PH Wert, das Maß für den Säuregehalt des Wassers schwankt zwischen 7,8 - 8,5, die Gesamthärte zwischen 4 - 6 und die Karbonhärte zwischen 5 - 8. Die Leitfähigkeit liegt überall im See bei etwa 230 MicroSiemens.

Man unterscheidet zwei große Gruppen von Malawisee - Chichliden. Mbunas und Nicht-Mbunas.

Mbunas

Die Zumeist sehr farbenprächtigen, klein bis mittelgroßen, felsbewohnenden Cichliden des Malawisees nennen die einheimischen Fischer aus der Sprache des Volksstamms der Tonga, "Mbuna". Dieser Name wurde schon früh von den Wissenschaftlern und Aquarianern übernommen und hat sich als feststehender Begriff durchgesetzt. Mbunas sind im Malawisee endemisch, d.h. es gibt sie nur hier. Laut Dr. Andreas Spreinat (1994) werden 10 Mbuna Gattungen unterschieden Cyathochromis 1 Art, Cynotilapia ca. 14 Arten, Genyochromis 1 Art, Gephyrochromis 4 Arten, Iodotropheus 2 Arten, Labeotropheus 2 Arten, Labidochromis ca. 30 Arten, Melanochromis ca. 24 Arten, Petrotilapia ca. 21 Arten, Pseudotropheus ca 170 Arten. Mbunas erreichen eine Gesamtlänge von 8 bis 12 cm und halten sich meist strikt im felsigen bzw. steinigen Untergrund auf. Fast alle Mbunas sind Aufwuchsfresser, die beim Abweiden der Felsen eine Vielzahl von kleinen Organismen (winzige Einzeller, kleine Krebschen, Schnecken und Muscheln, Insektenlarven) aufnehmen. Durch die Lebensweise im felsigen bzw. steinigen Untergrund sind sie vergleichsweise sehr Standorttreu.

Non Mbunas

Bis zum Jahre 1989 bezeichnete man die Non-Mbunas auch als "Haplochromis". Es sind zurzeit laut Dr. Andres Spreinat ungefähr 250 Arten Non-Mbuns bekannt, die in 38 Gattungen eingeteilt werden. Alticorpus, Aristochromis, Aulonocara, Buccochromis, Caprichromis, Champsochromis, Cheilochromis, Chilotilapia, Copadichromis, Corematodus, Ctenopharynx, Cyrtocara, Dimidiochromis, Diplotaxodon, Docimodus, Eclectochromis, Exochochromis, Fossorochromis, Hemitaeniochromis, Hemitilapia, Lethrinops, Lichnochromis, Mylochromis, Naevochromis, Nimbochromis, Nyassachromis, Otopharynx, Placidochromis, Platygnathochromis, Protomelas, Rhamphochromis, Sciaenochromis, Taeniochromis, Taeniolethrinops, Tramitichromis, Trematocranus, Tyrannochromis. Die Non-Mbunas haben jeden Lebensraum und praktisch jede Nahrungsquelle erschlossen. Von Allesfressern, Kleintierfresser oder Fischräuber bis hin zu Nahrungsexperten wie Schuppen- und Flossenfresser, findet man alle Übergänge. Sie erreichen in der Regel eine Größe von 10 bis 40 cm und die Vielzahl der Cichliden pendelt sich um 15 cm ein.

Non Mbunas unterteilen sich weiter in, Aulonocara-Gruppe (wobei wir diese Gruppe noch in Sandcichliden unterteilen), Haplochromis-Gruppe und Raubfisch-Gruppe.

Nicht-Cichliden aus dem Malawisee

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